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Factoring für dein Gewerk

Factoring für Metallbau und Schlossereien

Mit Factoring bekommen Metallbau- und Schlossereibetriebe ihr Geld 48 Stunden nach dem Einreichen der Rechnung, statt nach der Montage noch Wochen auf Industriekunden, Generalunternehmer oder Kommunen zu warten. Der Forderungsausfallschutz ist inklusive, Rechnungsversand und Mahnwesen übernehmen wir. So ist das Geld für Stahl, Beschichtung und Werkstattstunden schnell zurück im Betrieb, wenn der nächste Auftrag in die Fertigung geht.

  • Von Rene van Laer
  • Geld nach 48 Stunden
  • inkl. Forderungsausfallschutz

Wie Metallbaubetriebe auf ihr Geld warten

Im Metallbau liegt zwischen Auftrag und Rechnung ein langer Weg. Erst kommen Aufmaß und Werkstattplanung, dann die Freigabe durch den Kunden oder den Architekten. Danach bestellst du Stahl, Edelstahl oder Aluminium, schneidest zu, schweißt und gibst die Teile zum Verzinken oder Pulverbeschichten. Erst dann wird montiert. Bezahlt wird nach Abnahme und Rechnung, bei vielen Kunden mit Zahlungsziel.

Material, Beschichtung und Werkstattstunden sind deshalb oft Wochen vor der Montage bezahlt. Verschiebt sich die Baustelle, liegen fertige Geländer, Treppen oder Vordächer auf deinem Hof, und das Geld steckt in ihnen fest. Bei Industrie- und Gewerbekunden kommt nach der Montage noch das Zahlungsziel aus deren Einkaufsbedingungen dazu.

Öffentliche Auftraggeber zahlen nicht unbedingt schneller. In der Creditreform-Studie „Wirtschaftslage und Finanzierung im Handwerk 2025/26“ gaben 78,2 Prozent der befragten Betriebe an, ihr Geld von öffentlichen Auftraggebern innerhalb von 30 Tagen zu bekommen. 20,0 Prozent warten dort 30 bis 90 Tage, 1,9 Prozent noch länger. Bei privaten und gewerblichen Kunden kamen 93,7 Prozent der Betriebe innerhalb von 30 Tagen an ihr Geld.

Wo es im Metallbau hakt

  • Freigabeschleifen: Werkstattzeichnungen gehen hin und her. Jede Woche ohne Freigabe schiebt Fertigung, Montage und Rechnung nach hinten.
  • Material in Vorleistung: Stahlpreise schwanken, und Händler, Verzinkerei und Pulverbeschichter wollen zügig bezahlt werden. Wer beim Stahlhändler Skonto ziehen will, braucht das Geld früh.
  • Montage hängt an anderen: Fehlt der Estrich, ist die Fassade nicht fertig oder der Kran nicht frei, wartet dein fertiges Bauteil. Die Rechnung auch.
  • Maßabweichungen am Bau: Passt die Treppe nicht, weil der Rohbau abweicht, beginnt die Diskussion, wer die Nacharbeit zahlt. So lange bleibt die Rechnung liegen.
  • Lange Ziele großer Kunden: Manche Industriekunden setzen in ihren Einkaufsbedingungen Zahlungsziele, die weit über 30 Tage hinausgehen. Dazu kommen eigene Prüf- und Abnahmefristen.
  • Sonderanfertigung ohne zweiten Käufer: Ein maßgefertigtes Geländer kannst du keinem anderen Kunden verkaufen. Zahlt der Auftraggeber nicht, bleibt der ganze Aufwand bei dir.

Lange Zahlungsziele in Einkaufsbedingungen: Was gilt?

Ein langes Zahlungsziel in den Einkaufsbedingungen deines Kunden ist nicht automatisch wirksam. Steht eine Zahlungsfrist in den Geschäftsbedingungen eines Unternehmens, gelten mehr als 30 Tage nach Empfang der Leistung oder Zugang der Rechnung im Zweifel als unangemessen lang (§ 308 Nr. 1a BGB). Für Prüf- oder Abnahmefristen gilt das in solchen Bedingungen schon ab mehr als 15 Tagen (§ 308 Nr. 1b BGB). Mehr als 60 Tage Zahlungsziel sind zwischen Unternehmen nur wirksam, wenn sie ausdrücklich vereinbart und für dich nicht grob unbillig sind (§ 271a BGB).

Eine Ausnahme gibt es: Ist die VOB/B ohne Abweichung insgesamt vereinbart, greift § 308 Nr. 1a und 1b nicht. Ob du eine Klausel angreifst, ist eine Frage für deinen Anwalt und oft auch für die Kundenbeziehung. Mehr dazu im Ratgeber Zahlungsziel im Handwerk. Mit Factoring hängt deine Liquidität an dieser Frage nicht mehr: Das Geld kommt 48 Stunden nach dem Einreichen der Rechnung.

Factoring im Metallbau: was es bringt

Ist montiert und abgerechnet, lädst du die Rechnung im Onlineportal hoch, rund zwei Minuten Arbeit. Das Geld liegt 48 Stunden später auf deinem Konto, auch wenn dein Kunde ein langes Zahlungsziel hat. Den Versand der Rechnung und das Mahnwesen übernehmen wir. Für deinen Kunden ändert sich nur das Konto, auf das er überweist.

Der Forderungsausfallschutz gehört dazu: Wenn dein Kunde nicht zahlt, dann zahlen wir. Gerade bei Sonderanfertigungen ist das viel wert. Bestreitet der Kunde dagegen die Leistung, etwa weil ein Geländer nicht passt oder die Beschichtung Mängel hat, ist das Teil deines Auftrags. Das klärst du wie bisher mit ihm.

Für die Werkstatt heißt das: Das Geld aus dem letzten Auftrag ist da, wenn der nächste Stahl bestellt wird. Du kannst beim Händler Skonto ziehen, statt das Zahlungsziel auszureizen. Wie viel das im Jahr ausmacht, rechnet der Ratgeber Skonto ziehen vor.

Abschläge für Werkstattfertigung

Ein wichtiger Hebel liegt vor der Montage. Nach § 632a BGB kannst du Abschlagszahlungen in Höhe des Wertes deiner erbrachten Leistungen verlangen. Dazu können auch eigens angefertigte und bereitgestellte Bauteile zählen, wenn dein Kunde nach seiner Wahl das Eigentum daran bekommt oder eine Sicherheit dafür erhält. Für die fertige Treppe auf deinem Hof kann so schon vor dem Einbau ein Abschlag fällig werden.

Nachweisen musst du die Leistung mit einer Aufstellung, die eine rasche und sichere Beurteilung erlaubt, zum Beispiel mit Stückliste, Fotos und Lagerort. Im VOB/B-Vertrag hat dein Kunde für die Zahlung eines Abschlags 21 Tage ab Zugang der prüfbaren Aufstellung Zeit. Wie du Abschläge sauber aufbaust, erklärt der Ratgeber Abschlagsrechnung.

Bonitätsampel und Bürgschaften im Metallbau

Neue Industriekunden und Generalunternehmer prüfst du am besten, bevor du kalkulierst. Die Bonitätsampel zeigt dir vor dem Angebot, ob ein Kunde zahlen kann: grün, gelb oder rot. Bei Gelb kannst du zum Beispiel eine Anzahlung vor Fertigungsbeginn vereinbaren. Mehr dazu im Ratgeber Bonität prüfen.

Bei Aufträgen für Bauunternehmen und öffentliche Bauherren werden oft Sicherheiten vereinbart. Statt eines Einbehalts kann eine Vertragserfüllungsbürgschaft stehen, nach der Abnahme eine Mängelansprüchebürgschaft. Bei Arbeiten an Bauwerken verjähren Mängelansprüche nach BGB in fünf Jahren, nach VOB/B in vier Jahren, jeweils ab Abnahme und wenn nichts anderes vereinbart ist. Ein Einbehalt für Mängelansprüche kann deshalb lange gebunden sein.

Für welche Metallbaubetriebe Factoring passt

Für Betriebe ab etwa 150.000 € Jahresumsatz lohnt sich Factoring. Im Metallbau passt es vor allem, wenn

  • du viel für Industrie, Gewerbe, Generalunternehmer oder Kommunen arbeitest,
  • Material und Fertigung regelmäßig Wochen vor der Rechnung bezahlt sind,
  • einzelne große Aufträge einen spürbaren Teil deines Monatsumsatzes binden,
  • du neben Projekten viele Wartungs- und Reparaturrechnungen schreibst, die einzeln nachgehalten werden müssen.

Ob alles oder nur ein Teil über Factoring läuft, zum Beispiel nur die Rechnungen an Industriekunden, legt Rene im Strategiegespräch mit dir fest. Er arbeitet von Ruppichteroth aus mit Betrieben im Rhein-Sieg-Kreis und der Umgebung.

So startest du

Der erste Schritt ist ein kostenloses Erstgespräch, gern auch telefonisch unter 0160 96971320. Im Strategiegespräch geht Rene mit dir Kunden, Zahlungsziele und Materialeinkauf durch und sagt dir ehrlich, ob es sich rechnet. Nach der Einrichtung lädst du die erste Rechnung hoch, und 48 Stunden später hast du das Geld.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Kann ich fertig gefertigte Teile schon vor der Montage abrechnen?

Nach § 632a BGB kann ein Abschlag auch für eigens angefertigte und bereitgestellte Bauteile möglich sein, wenn dein Kunde das Eigentum daran oder eine Sicherheit dafür bekommt. Regel das am besten schon in der Auftragsbestätigung. Ob und wie solche Rechnungen über Factoring laufen, klärt Rene mit dir im Strategiegespräch.

Unser größter Kunde zahlt erst nach 60 Tagen. Warte ich mit Factoring genauso lange?

Nein. Du hast dein Geld 48 Stunden nach dem Einreichen der Rechnung, unabhängig vom Zahlungsziel deines Kunden. Wie lange Zahlungsziele bei deinen Kunden sein können, wird nach Absprache geregelt; Kunden berichten von bis zu 90 Tagen.

Was ist, wenn der Kunde wegen Maßabweichungen einen Teil der Rechnung nicht zahlt?

Dann geht es um die Leistung, nicht um die Zahlungsfähigkeit. Der Forderungsausfallschutz greift, wenn dein Kunde nicht zahlt; ein Streit über Passgenauigkeit oder Nacharbeit gehört zu deinem Auftrag. Ein vom Kunden bestätigtes Aufmaß vor Fertigungsbeginn beugt dem vor.

Lohnt sich Factoring auch für eine kleine Schlosserei mit viel Reparaturgeschäft?

Factoring lohnt sich ab etwa 150.000 € Jahresumsatz. Bei vielen kleinen Rechnungen spürst du vor allem, dass Versand und Mahnwesen bei uns liegen und du nicht jedem Betrag hinterhertelefonierst. Ob alle oder nur einzelne Rechnungen über Factoring laufen, legt ihr im Strategiegespräch fest.

Kann ich mit Factoring größere Aufträge annehmen?

Factoring macht deine fertigen Rechnungen nach 48 Stunden zu Geld. Wer mehr Geld im Betrieb hat, kann auch einen Auftrag mit viel Material leichter stemmen. Für den Auftrag selbst bleiben Anzahlung oder Abschläge für die Werkstattfertigung der wichtigste Hebel, und mit der Bonitätsampel prüfst du vorher, ob der Kunde zahlen kann.