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Factoring für dein Gewerk

Factoring für Schreinereien und Tischlereien

Mit Factoring bekommen Schreinereien und Tischlereien ihr Geld 48 Stunden nach dem Einreichen der Rechnung, statt nach Fertigung, Montage und Abnahme noch wochenlang zu warten. So sind Platten, Beschläge und Werkstattstunden bezahlt, bevor der nächste Auftrag in die Fertigung geht. Der Forderungsausfallschutz ist inklusive, Rechnungsversand und Mahnwesen übernehmen wir.

  • Von Rene van Laer
  • Geld nach 48 Stunden
  • inkl. Forderungsausfallschutz

Wie Schreinereien und Tischlereien auf ihr Geld warten

In der Schreinerei steckt die Vorleistung in zwei Phasen: erst in der Werkstatt, dann auf der Baustelle. Plattenwerkstoffe, Massivholz, Furnier, Beschläge, Glas und Lack werden eingekauft. Dann folgen Zuschnitt, CNC, Oberfläche und Zusammenbau, oft über Wochen. Erst danach kommen Montage, Abnahme und Rechnung. Bis das Geld da ist, hat der Auftrag den Betrieb schon zweimal Geld gekostet.

Die Kunden sind breit gestreut. Eigentümer bestellen Einbauschränke, Küchen, Treppen oder Innentüren. Gewerbekunden lassen Läden, Praxen, Büros und Gastronomie ausbauen. Bauträger und Generalunternehmer vergeben Türen, Fenstermontage und Innenausbau im Neubau. Jede Kundengruppe zahlt anders, und gerade bei Gewerbe und Bau liegt zwischen Montage und Zahlung oft viel Zeit.

Wo es in der Werkstatt hakt

  • Fertigung ohne Anzahlung: Viele Aufträge gehen in die Fertigung, ohne dass vorher Geld geflossen ist. Material und Stunden sind bezahlt, abgerechnet ist noch nichts.
  • Verschobene Montage: Die Baustelle ist nicht bereit, Estrich oder Maler sind noch nicht fertig. Die Möbel stehen in deiner Halle, und die Rechnung wartet mit.
  • Ladenbau unter Termindruck: Der Eröffnungstermin steht fest, Änderungen kommen bis zum letzten Tag. Bezahlt wird später, oft erst nach Freigabe durch eine Zentrale.
  • Änderungswünsche nach der Freigabe: Andere Fronten, andere Griffe, ein Fach mehr. Ohne schriftlichen Nachtrag wird daraus Streit über Mehrkosten.
  • Nachfassen frisst Zeit: Hinterhertelefonieren, erinnern, mahnen. In einem kleinen Betrieb macht das der Meister nebenbei, und es fehlt in der Werkstatt.

Anzahlung und Abschläge: die Fertigung nicht allein tragen

Eine Anzahlung bekommst du nur, wenn du sie vereinbarst. Schreib sie deshalb ins Angebot, zusammen mit einem Zahlungsplan, zum Beispiel Anzahlung bei Auftrag, Abschlag nach Fertigstellung in der Werkstatt und der Rest nach Montage und Abnahme.

Beim Werkvertrag hilft dir außerdem § 632a BGB. Danach kannst du Abschläge in Höhe des Wertes deiner erbrachten Leistungen verlangen. Eigens angefertigte Bauteile zählen mit, wenn der Kunde Eigentum daran erhält oder dafür eine Sicherheit bekommt. Die fertigen Korpusse in deiner Halle können also schon Teil eines Abschlags sein. Nachweisen musst du die Leistung mit einer Aufstellung, die eine rasche und sichere Beurteilung erlaubt, etwa mit Stückliste und Fotos aus der Werkstatt. Ob für deinen Auftrag Werkvertragsrecht gilt, hängt davon ab, was du schuldest, zum Beispiel Einbau und Montage. Mehr zur Abrechnung steht im Ratgeber Abschlagsrechnung.

Ladenbau: die Abnahme vor der Eröffnung sichern

Im Ladenbau ist das Geschäft oft schon geöffnet, bevor jemand ein Abnahmeprotokoll unterschrieben hat. Warte darauf nicht. Setzt du nach Fertigstellung eine angemessene Frist zur Abnahme und verweigert der Auftraggeber sie nicht innerhalb dieser Frist unter Angabe mindestens eines Mangels, gilt deine Arbeit als abgenommen (§ 640 Abs. 2 BGB). Ab der Abnahme läuft auch die Verjährung der Mängelansprüche. Restpunkte, die du nach der Eröffnung erledigst, hältst du getrennt fest, damit sie nicht die ganze Rechnung aufhalten.

Ist die Rechnung fällig und zugegangen, gerät ein Gewerbekunde spätestens nach 30 Tagen auch ohne Mahnung in Verzug (§ 286 Abs. 3 BGB). Dann kannst du zusätzlich eine Pauschale von 40 € verlangen (§ 288 Abs. 5 BGB). Bei Eigentümern, die als Verbraucher bestellen, gilt der Verzug ohne Mahnung nur, wenn deine Rechnung ausdrücklich auf diese Folge hinweist.

So hilft Factoring der Schreinerei

Mit Factoring reichst du die Rechnung nach der Montage im Onlineportal ein, das sind rund zwei Minuten. Das Geld ist 48 Stunden später auf deinem Konto, während dein Kunde noch sein Zahlungsziel hat. Den Versand der Rechnung und das ganze Mahnwesen übernehmen wir. Und weil der Forderungsausfallschutz dabei ist, gilt: Wenn dein Kunde nicht zahlt, dann zahlen wir.

Aksel Orlovius, Tischlermeister mit HOLZPROJEKT in Sankt Augustin und Schwerpunkt Montage und Ladenbau, war zuerst skeptisch: „Ich habe mir eigentlich gesagt, ich brauche das nicht, weil meine Kunden bezahlen, aber wurde dann eines Besseren belehrt.“ Was ihn umgestimmt hat, erzählt er im Video-Interview. Welche deiner Kunden und Rechnungen über Factoring laufen, legt Rene mit dir im Strategiegespräch fest.

Bonitätsampel und Bürgschaften im Laden- und Innenausbau

Ein Ladenbau für einen neuen Filialisten oder der Ausbau eines Restaurants bindet viel Material und Werkstattzeit. Mit der Bonitätsampel prüfst du den Auftraggeber vor dem Angebot: grün, gelb oder rot. Bei Gastronomiekunden lohnt das besonders. Im Gastgewerbe kamen 2025 laut Statistischem Bundesamt 108 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen, im Durchschnitt aller Branchen 69.

Bei größeren Innenausbau-Aufträgen, etwa für Bauträger oder öffentliche Auftraggeber, behalten Auftraggeber oft 5 bis 10 Prozent als Sicherheit ein. Eine Vertragserfüllungsbürgschaft oder Mängelansprüchebürgschaft ersetzt diesen Einbehalt, und du bekommst den vollen Betrag. Die Unterschiede erklärt der Ratgeber Bürgschaften am Bau.

Fünf Hebel für schnellere Zahlungen

  1. Freigabe schriftlich: Zeichnung mit Maßen, Fronten, Farben und Beschlägen vom Kunden unterschreiben lassen, bevor die Fertigung startet.
  2. Änderungen als Nachtrag: Alles, was nach der Freigabe dazukommt, schriftlich beauftragen lassen und getrennt abrechnen.
  3. Abnahme bei der Montage: Vor Ort mit Protokoll. Restpunkte wie eine fehlende Blende oder ein nachzustellendes Scharnier mit Termin notieren.
  4. Rechnung am Montagetag: Nicht erst am Monatsende. Jeder Tag dazwischen verlängert die Wartezeit.
  5. Ladenbau: Freigabeweg klären: Rechnungsadresse, Bestellnummer und Ansprechpartner der Zentrale vor Auftragsbeginn erfragen.

Für welche Schreinereien Factoring passt

Factoring lohnt sich ab etwa 150.000 € Jahresumsatz. Es passt gut, wenn

  • deine Aufträge lange Fertigungszeiten vor der Montage haben,
  • Laden- und Innenausbau für Gewerbekunden einen großen Teil deines Umsatzes ausmacht,
  • du für Bauträger oder Generalunternehmer Türen und Ausbau lieferst,
  • dein Konto zwischen Materialeinkauf und Zahlungseingang regelmäßig eng wird. Wie du das planst, zeigt der Ratgeber Liquiditätsplanung.

So startest du

Am Anfang steht das kostenlose Erstgespräch, über das Kontaktformular oder unter 0160 96971320. Im Strategiegespräch schaut Rene ehrlich auf deine Zahlen und Aufträge. Ist alles eingerichtet, lädst du die erste Rechnung hoch und hast das Geld 48 Stunden später.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Darf ich für Einbaumöbel einen Abschlag verlangen, bevor sie montiert sind?

Beim Werkvertrag zählen eigens angefertigte Bauteile nach § 632a BGB beim Abschlag mit, wenn dein Kunde Eigentum daran erhält oder dafür eine Sicherheit bekommt. Sicherer ist es, Anzahlung und Abschläge schon im Angebot festzulegen. Dann weiß der Kunde von Anfang an, wann er was zahlt.

Meine Kunden zahlen doch. Brauche ich dann überhaupt Factoring?

Das dachte Tischlermeister Aksel Orlovius auch. Es geht nicht nur um Ausfälle, sondern um Zeit: Das Nachfassen kostet im Betrieb Kapazität, und bis zur Zahlung ist das Geld gebunden. Was Factoring für deinen Betrieb bringt, rechnet Rene im Strategiegespräch mit dir durch.

Was passiert, wenn der Kunde nach der Montage andere Fronten will?

Änderungen nach der Freigabe sind ein Zusatzauftrag. Lass ihn schriftlich beauftragen und rechne ihn getrennt ab, damit die eigentliche Rechnung nicht hängen bleibt. Streit über die Leistung selbst gehört zu deinem Auftrag und muss geklärt werden, auch mit Factoring.

Wie läuft Factoring bei Ladenbau-Projekten mit einer Filialzentrale?

Du lädst die Rechnung hoch, wir verschicken sie an die Zentrale und übernehmen das Mahnwesen. Dein Geld ist 48 Stunden nach dem Einreichen da, unabhängig davon, wann die Zentrale freigibt. Kläre trotzdem vorher Rechnungsadresse und Bestellnummer, damit nichts zurückkommt.

Wie erkenne ich, ob ein neuer Gewerbekunde zahlen kann?

Mit der Bonitätsampel prüfst du ihn vor dem Angebot: grün, gelb oder rot. Gerade bei Neugründungen in Handel und Gastronomie lohnt der Blick, bevor du Material bestellst und Werkstattzeit einplanst.