Factoring für Baustoff- und Fachhandel
Mit Factoring bekommen Baustoff- und Fachhändler ihr Geld 48 Stunden nach dem Einreichen der Rechnung, auch wenn sie ihren Kunden aus dem Handwerk einen Monat und mehr Zahlungsziel geben. Der Forderungsausfallschutz ist inklusive, Rechnungsversand und Mahnwesen übernehmen wir. So bezahlst du deine Lieferanten mit Skonto und kannst größere Aufträge annehmen, ohne dass dein Kapital in offenen Rechnungen festhängt.
Wie der Baustoffhandel auf sein Geld wartet
Baustoff- und Fachhandel ist Handel, kein Handwerk. Du kaufst bei Herstellern und Großhändlern ein, lagerst, stellst aus, lieferst auf die Baustelle und gibst deinen Kunden Zeit zum Zahlen. Das Zahlungsziel für Fliesenleger, Maurer, Dachdecker oder Gartenbauer ist dein Verkaufsargument. Deine eigenen Lieferanten wollen dagegen schnell Geld sehen, oft mit Skonto für frühe Zahlung.
Damit steckst du in der Mitte. Laut Creditreform bekamen Kleinunternehmen als Kunden im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 26,37 Tage Zahlungsziel. Wurden Rechnungen kleiner Unternehmen überfällig, kam das Geld im Schnitt 10,52 Tage zu spät, bei allen überfälligen Rechnungen waren es 8,14 Tage. Kleine Handwerksbetriebe sind im Baustoffhandel ein großer Teil der Kundschaft.
Patrick Otto, Inhaber von A&O Baukonzepte in Königswinter-Thomasberg, beschreibt diese Lage im Video: Seinen Verarbeitern musste er 30 oder 40 Tage Zahlungsziel geben, bei den Lieferanten ging er in dieser Zeit in Vorkasse. Mit weniger Kapital stand er vor der Frage, ob er weitere Geschäfte überhaupt annehmen kann. Die ganze Geschichte steht in seiner Referenz.
Wo es im Baustoff- und Fachhandel hakt
- Lager und Ausstellung binden Geld: Fliesen, Parkett, Natursteine und Bauchemie liegen im Lager oder in der Ausstellung, bevor sie jemand kauft.
- Streckengeschäft: Geht die Ware direkt vom Hersteller auf die Baustelle, zahlst du den Hersteller, bevor dein Kunde die Rechnung überhaupt prüft.
- Kunden, die selbst warten: Manche Verarbeiter zahlen dich erst, wenn ihr Bauherr sie bezahlt hat. Verzögert sich dort die Abnahme, verzögert sich auch deine Zahlung.
- Saison am Bau: Im Frühjahr steigen Bestellungen und offene Posten gleichzeitig. Genau dann wollen auch deine Lieferanten ihr Geld, und das Lager soll für die Saison voll sein.
- Reklamationen: Abweichende Charge, Bruch beim Transport, falsche Menge. Eine kleine Reklamation hält schnell die ganze Rechnung auf.
- Offene Posten ohne Grenze: Ohne klares Limit je Kunde wächst der offene Betrag eines Stammkunden unbemerkt, bis er zum Risiko wird.
- Skonto, das liegen bleibt: Wer bei Lieferanten das Zahlungsziel ausreizt, weil das Geld noch bei den Kunden liegt, verschenkt Skonto.
Factoring im Baustoffhandel: so funktioniert es
Du schreibst deine Rechnung wie gewohnt und lädst sie im Onlineportal hoch, rund zwei Minuten pro Rechnung. Nach 48 Stunden ist das Geld da. Den Rechnungsversand an deine Kunden und das Mahnwesen übernehmen wir. Für deine Kunden ändert sich nur das Konto, auf das sie überweisen.
Damit drehst du die Reihenfolge um: Der Verarbeiter bekommt sein Zahlungsziel, du bekommst dein Geld trotzdem sofort. Nach Absprache sind sogar längere Zahlungsziele für deine Kunden möglich, ohne dass du selbst länger wartest; Kunden berichten von bis zu 90 Tagen. Patrick Otto hatte anfangs Sorge, seine Kunden könnten negativ reagieren. Heute sieht er darin einen Vorteil, weil er ihnen ein längeres Zahlungsziel anbieten kann. Seinen Alltag beschreibt er so: „Heute stellen wir unsere Rechnungen, laden die ins Portal hoch und haben innerhalb von zwei Tagen unser Geld dann auf dem Konto.“
Auch der Forderungsausfallschutz ist dabei: Wenn dein Kunde nicht zahlt, dann zahlen wir. Für einen Händler mit vielen kleinen Handwerkskunden ist das ein wichtiger Punkt, denn die Insolvenz eines Stammkunden trifft dich direkt. Nicht abgedeckt ist Streit über die Ware. Reklamiert ein Kunde eine falsche Charge oder Bruch, klärst du das wie bisher mit ihm, weil es zu deinem Geschäft gehört.
Skonto bei Lieferanten: der Hebel im Einkauf
Im Handel entscheidet der Einkauf über den Ertrag, und Skonto ist dabei ein starker Hebel. Ein Skonto von 2 Prozent für Zahlung in 10 statt 30 Tagen entspricht einem Jahreszins von rund 36,7 Prozent (2 ÷ 98 × 360 ÷ 20). Anders gesagt: Wer Lieferanten mit Skonto bezahlt, spart bei jeder Rechnung 2 Prozent, nur weil er 20 Tage früher zahlt. Einen gesetzlichen Anspruch auf Skonto gibt es nicht; er gilt nur, wenn er mit Satz und Frist vereinbart ist. Wie du Skonto richtig rechnest, steht im Ratgeber Skonto ziehen.
Eigentumsvorbehalt, Reverse Charge und Bonität
Ein paar Punkte sind im Baustoffhandel anders als im Handwerk:
- Verlängerter Eigentumsvorbehalt: Händler liefern oft unter Eigentumsvorbehalt und lassen sich die Forderungen aus der Weiterverarbeitung im Voraus abtreten. Umgekehrt tun das häufig auch deine eigenen Lieferanten. Wie sich das mit Factoring verträgt, hängt von den Verträgen ab und gehört ins Strategiegespräch. Die Grundlagen erklärt das Lexikon unter verlängerter Eigentumsvorbehalt.
- Keine Reverse Charge bei reiner Lieferung: Lieferst du nur Material, ohne es einzubauen, ist das keine Bauleistung im Sinne von § 13b UStG. Die Umkehr der Steuerschuld für Bauleistungen greift dann nicht, auch wenn dein Kunde ein Bauunternehmen ist. Im Zweifel fragst du deinen Steuerberater.
- Bonität vor dem ersten Ziel: Mit der Bonitätsampel prüfst du neue Kunden, bevor du zum ersten Mal auf Rechnung lieferst: grün, gelb oder rot. Auch Patrick Otto prüft neue Kunden so, bevor er liefert. Mehr dazu im Ratgeber Bonität prüfen.
Für welche Händler sich Factoring lohnt
Die Untergrenze liegt bei etwa 150.000 € Jahresumsatz. Im Baustoff- und Fachhandel passt Factoring besonders, wenn
- du Handwerksbetrieben und Bauunternehmen regelmäßig Zahlungsziel gibst,
- deine Lieferanten Skonto anbieten, das du heute nicht regelmäßig ziehst,
- du Streckengeschäft oder große Einzelaufträge vorfinanzieren musst,
- du vor der Saison Lager und Ausstellung auffüllen willst, ohne den Kontokorrent auszureizen,
- offene Posten bei einzelnen Stammkunden einen spürbaren Teil deines Umsatzes ausmachen.
Ob alle Rechnungen oder nur die an bestimmte Kunden über Factoring laufen, klärt Rene mit dir im Strategiegespräch.
So startest du
Melde dich über das Formular für das kostenlose Erstgespräch oder telefonisch unter 0160 96971320. Im Strategiegespräch rechnet Rene mit dir ehrlich durch, wie viel Geld in offenen Rechnungen liegt und was dir Skonto bringen würde. Nach der Einrichtung lädst du die erste Rechnung hoch, 48 Stunden später ist das Geld da. Rene arbeitet von Ruppichteroth aus, auch mit Händlern wie A&O Baukonzepte in Königswinter und im Siebengebirge.
Häufige Fragen
Wir sind ein Händler, kein Handwerksbetrieb. Passt Factoring trotzdem?
Ja. Factoring hängt nicht am Handwerk, sondern an deinen Rechnungen und Kunden. Mit A&O Baukonzepte aus Königswinter-Thomasberg nutzt auch ein Baustoffhändler aus der Region Factoring. Ob es zu deinem Betrieb passt, klärt Rene im Erstgespräch.
Was kostet Factoring für einen Baustoffhändler?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn die Kosten hängen von Umsatz, Kunden und Rechnungsgrößen ab. Rene rechnet das im kostenlosen Erstgespräch mit deinen Zahlen durch. Dabei gehört auch auf den Tisch, wie viel Skonto du heute bei deinen Lieferanten liegen lässt.
Reagieren meine Kunden negativ, wenn ihre Rechnung über Factoring läuft?
Dein Kunde zahlt an ein anderes Konto, mehr ändert sich für ihn nicht. Patrick Otto hatte anfangs genau diese Sorge und sieht es heute umgekehrt: Er kann seinen Kunden jetzt ein längeres Zahlungsziel anbieten. Längere Ziele sind nach Absprache möglich, ohne dass du selbst länger wartest.
Was passiert bei einer Reklamation wegen falscher Charge oder Bruch?
Streit über die Ware selbst klärst du wie bisher mit deinem Kunden, das gehört zu deinem Geschäft. Der Forderungsausfallschutz greift, wenn dein Kunde nicht zahlt. Lieferscheine mit Unterschrift und Fotos bei Bruch helfen, eine Reklamation schnell zu klären.
Kann ich Kunden mit gelber Bonitätsampel trotzdem beliefern?
Das entscheidest du. Die Bonitätsampel zeigt dir vor der Lieferung, wie es um den Kunden steht: grün, gelb oder rot. Bei Gelb kannst du zum Beispiel ein niedrigeres Limit setzen oder Zahlung bei Abholung verlangen.